Fördermaßnahmen

Beschreibung Sprachförderung nach dem Denkendorfer Modell(s. unten).  Lernhilfen in WRS ab Kl. 5

Ziele und Aufgaben  Verbesserung der Lese - sprach und -rechtschreibleistungen der Schüler,
mit Hilfe von Tests (HSP, MÜSC) und gezielten Übungen die Schüler unterstützen. 
Lesen von
Büchern, Üben des Leseverständnisses

Ergebnissicherung Überprüfung der Rechtschreibleistungen am Ende eines Schuljahres durch
neutrale Tests (HSP, MÜSC)

Förderkonzept der Walterichschule Murrhardt für die Grundschule

  • Förderung – warum?
  • Der Bildungsplan fordert von Schule und von jedem einzelnen Lehrer, dass jedes einzelne Kind, nach seinen Bedürfnissen gefördert wird.
  • In der Realität muss jede Schule sicherlich ihren eigenen Weg finden, diese Forderung des Bildungsplanes umzusetzen. In einer Schule, in der mehr als 20 Schüler sind ist es sicherlich unmöglich für jeden Schüler einen individuellen Förderplan zu erstellen. Dieses Förderkonzept sieht vor, dass aus der gesamten Klasse diejenigen herausgefiltert werden, die eine Förderung sehr dringend benötigen.
  • Der Bildungsplan für die Grundschule in Baden Württemberg von 2004:
  • „Jeder junge Mensch hat ein Recht auf Erziehung und Bildung. Die öffentliche Schule schuldet ihm jede zur Erfüllung dieses Rechts nötige Hilfe – unabhängig von Herkunft, Geschlecht, wirtschaftlicher Lage und unter ausdrücklicher Berücksichtigung seiner besonderen Begabung. Kein Kind darf fallengelassen werden.“ Seite 10
  • „Die Schulen werden zu definierten Fördermaßnahmen und Stützangeboten für leistungsschwache oder benachteiligte Schülerinnen und Schüler angehalten und befähigt. Diese Arbeit wird in vielen Fällen vor allem durch ein Zusammenwirken außerschulischen Partnern ermöglicht“ Seite 18
  • Die Verwaltungsvorschrift („Kinder und Jugendlichem mit Behinderungen und besonderem Förderbedarf“) vom 22.8.2008 stützt und definiert die Förderverbindlichkeit der Schule noch genauer:
  • Die Förderung von Schülerinnen und Schülern mit besonderem Förderbedarf und Behinderungen ist Aufgabe in allen Schularten.
  • Besondere Förderbedürfnisse können sich insbesondere ergeben bei Schwierigkeiten im Lesen oder Rechtschreiben, in Mathematik, bei mangelnden Kenntnissen in der deutschen Sprache, im Verhalten und in der Aufmerksamkeit bei chronischen Erkrankungen, bei Behinderungen oder bei einer Hochbegabung.
  • Die beteiligten Lehrer klären nach der differenzierten Ermittlung des Lernstandes in Beratung mit den Eltern und gegebenenfalls schulischen Experten den besonderen Förderbedarf. Danach beschließt die Klassenkonferenz im Benehmen mit dem Schulleiter die besonderen Fördermaßnahmen auf der Grundlage einer diagnosegeleiteten Förderplanung.
  • Die Förderung und Entwicklung wird nachvollziehbar dokumentiert. Ihre Wirksamkeit wird in regelmäßigen Zeitabständen überprüft.
  • Klassenunterricht und Fördermaßnahmen werden eng abgestimmt.
  • Warum benötigen wir ein Förderkonzept?
  • Aus den Auszügen des Bildungsplans und der Verwaltungsvorschrift vom 22.8.08 ist klar definiert, dass jedes Kind ein Recht auf individuelle Förderung hat und dass Förderung und Regelunterricht aufeinander abgestimmt werden müssen.
  • Außerdem muss die Förderung an einer Schule nachvollziehbar sein. Deshalb ist es sehr sinnvoll die Förderung allgemein zu regeln.
  • Daraus ergab sich das Bedürfnis nach einem Förderkonzept.
  • Dieses Förderkonzept soll für alle Lehrer der Grundschule gleichermaßen gelten und zugänglich sein.
  • Folgende Vorteile sind dadurch gegeben:
  • Förderung ist in allen Klassen und Klassenstufen gleich geregelt, man muss sich nicht immer neu absprechen und definieren
  • Alle Lehrer der Grundschule können sich einlesen und wissen, wie sie damit umgehen sollen
  • Im Laufe der Zeit ist ein großer Fundus aufgebaut – nicht jeder Lehrer muss zum gleichen Thema / Förderbedarf ein ähnliches Arbeitsblatt oder Förderkonzept erstellen
  • Klassenkonferenzen bezüglich der Förderung sind strukturiert, dokumentiert und verlangen nach gegebener Zeit eine Kontrolle der Förderung und des einzelnen Förderkonzeptes
  • Welche Probleme könnten sich ergeben?
  • Nicht jedes Schuljahr sind die gleichen Ressourcen für Förderung vorhanden. Deshalb muss jedes Schuljahr individuell entschieden werden, welche Möglichkeiten stehen mir (als Klassenlehrer) und den einzelnen Kinder meiner Klasse zur Verfügung.
  • Ein weiteres Problem könnte sein, dass unterschiedliche Lehrkräfte für die verschiedenen Förderstunden verantwortlich sind. Da gibt es den Förderkurs parallel zu den Religionsstunden, den Förderunterricht des Klassenlehrers, die LRS – Stunden und die Dyskalkuliestunden.
  • Im schlechtesten Fall werden die genannten Stunden alle von verschiedenen Lehrern unterrichtet. Es entsteht oft das Problem: Die eine Hand weiß nicht, was die andere tut. Dabei könnte es passieren, dass manche Dinge doppelt gefördert werden, andere dadurch aber vernachlässigt werden oder manche Kinder bei Förderstunden dabei sind, die sie vielleicht momentan gar nicht nötig haben.
  • Die größte Gefahr dabei ist, dass das Kind demotiviert wird.
  • Wer ist für die Erstellung des Förderplans verantwortlich?
  • Wie eben aufgezeigt kann es möglich sein, dass Förderstunden einer Schule auf die unterschiedlichsten Deputate verteilt sind. Dennoch hat die Schule das oberste Ziel: jedes Kind individuell zu fördern und zu fordern.
  • In diesem Förderkonzept für die Grundschule der Walterichschule gehe ich davon aus, dass der Mathematikunterricht und der Deutschunterricht in der Regel in der Hand des Klassenlehrers liegen. Somit ist der Klassenlehrer der Lehrer, der jedes einzelne Kind in seiner Klasse am häufigsten sieht und somit auch am besten einschätzen kann. Darüber hinaus ist der Klassenlehrer der Koordinations- und Kommunikationspunkt zwischen Elternhaus und Schule. Das heißt, der Klassenlehrer ist durch die regelmäßigen Elterngespräche darüber informiert, welche außerschulischen Fördermaßnahmen dem Kind zur Verfügung stehen, welche familiäre Gegebenheiten da sind und mit welchen Problemen das Kind unter Umständen noch zu kämpfen hat.
  • Deswegen sieht dieses Förderkonzept den Klassenlehrer als Koordinator der Förderung an.
  • Die Aufgaben des Klassenlehrers:
  • trägt die Verantwortung, dass ein Förderplan erstellt wird – hat bei der Förderung einzelner Kinder immer die Zügel in der Hand, Kooperation und Kommunikation mit Kollegen und gegebenenfalls mit der Schulleitung
  • ruft regelmäßig Klassenkonferenzen ein
  • gibt Informationen, die für den Förderlehrer wichtig sind an diesen Lehrer weiter
  • überprüft in regelmäßigen Abständen die gezielte Förderung
  • legt einen Förderordner für seine Klasse an
  • Wie ist es möglich ein einzelnes Kind zu fördern?
  • Die Verwaltungsvorschrift vom 22.8.2008 verlangt von uns, dass wir die Förderung und die Entwicklung nachvollziehbar dokumentieren. Außerdem wird verlangt, dass wir die Wirksamkeit in regelmäßigen Abständen überprüfen.
  • Es wird uns aber nicht vorgeschrieben, wie diese Überprüfung formell auszusehen hat.
  • Dieses Förderkonzept sieht in erster Linie vor, dass der Klassenlehrer zusammen mit dem Förderlehrer den groben Förderbedarf mit Hilfe eines Fragebogens klärt.
  • Anschließend sollten aufgrund der Ergebnisse des Fragebogens gezielt die geschriebenen Klassenarbeiten angeschaut werden.
  • Ist danach immer noch ein Klärungsbedarf der Förderbedürftigkeit, so können weitere geeignete Tests hinzugezogen werden.
  • Besteht danach noch immer Klärungsbedarf so kann eine Kooperation mit der Förderschule angebahnt werden, die eventuell die nötige Aufklärung geben kann.
  • Folgende Maßnahmen werden bereits in der Grundschule zur Klärung der Förderbedürftigkeit verbindlich durchgeführt:
  • Klasse 1
  • Eingangsdiagnose, zur Feststellung, wer kommt in Klasse 1 in den LRS – Kurs
  • Elterngespräch zum Halbjahr
  • Durchführung des HSP mit allen Kindern im Halbjahr
  • Durchführung des HSP mit allen Kindern zum Schuljahresende
  • Klassenkonferenz
  • Klasse 2
  • vorgeschriebene Anzahl der Tests, welche die Fachschaft des einzelnen Faches festgelegt hat
  • Elterngespräche zum Halbjahr
  • Durchführung des HSP mit allen Kindern zum Halbjahr
  • Durchführung des HSP mit ausgesuchten Kindern zum Schuljahresende
  • Klassenkonferenz
  • Klasse 3
  • vorgeschriebene Anzahl der Tests, welche die Fachschaft des einzelnen Faches festgelegt hat
  • Durchführung des HSP mit ausgesuchten Kindern zum Schuljahresende
  • Klassenkonferenz
  • Elterngespräche nach Bedarf
  • Klasse 4
  • vorgeschriebene Anzahl der Tests, welche die Fachschaft des einzelnen Faches festgelegt hat
  • Klassenkonferenz
  • Elterngespräche nach Bedarf
  • Orientierung für die weiterführenden Schulen
  • Aufbau des Förderordners:
    • Allgemeine Informationen zur Förderung und der Verbindlichkeit dazu
    • Verschiedene Fragebögen, die mir zur Klärung grober Fragen zur Förderbedürftigkeit helfen
    • Vorschläge für Förderpläne
    • Vorlage für ein Konferenzprotokoll
    • Verschiedene Arbeitsblätter in Prospekthüllen, die bestimmte Teilbereiche fördern. Dabei sollte mit angeführt werden, in welchem Rahmen dieses Fördermittel angewendet wurde, welcher zeitliche Rahmen und welche Erfahrungen damit gemacht wurden
    • Die Punkte (2) bis (5) dienen als ständiger Austausch für alle Kollegen. Diese sollten ständig ergänzt werden. Bitte keine Arbeitsblätter entnehmen, sondern nur kopieren!!!!
    • erstellt von Alexandra Tritschler 2010